Spinnweberei
Internationale Bauausstellung IBA'27, offener städtebaulicher Wettbewerb für die Entwicklung Quartier Spinnweberei in Uhingen
2021-2022 | 4.Preis
Kollaboration: Daniel Klinger Architektur
NUWELA - Büro für Städtebau und Landschaftsarchitektur
Ort: Uhingen
Auslober: IBA'27
Objekttyp: Gewerbe & Wohnen
Fläche: 24.000 m2
Das neue Quartier der Spinnweberei entwickelt aus Geschichte, Umgebung und funktionalem Potenzial einen produktiven Stadtbaustein für Uhingen. Ein zentraler Entree-Platz führt die Nord-Süd-Verbindung zwischen Innenstadt, Filsufer, Wohnbauten und Haldenwald fort und wird zum Drehpunkt des Quartiers. Neue Wegebeziehungen binden Bahnhof, Fluss, Schule und Altstadt zusammen.
Drei zueinander gesetzte Schollen gliedern das dichte Baufeld und schaffen zwischen Produktion, Kreativität, Wohnen und Freiräumen eine enge räumliche Verbindung. Der Entwurf reagiert auf die heterogene Umgebung aus Wiesen, Gleisbett, kleinteiliger Wohnstruktur und großformatigen Produktionshallen mit einer kräftigen, zugleich durchlässigen Quartiersfigur.
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Städtebau
Die Baufelder orientieren sich in Maßstab und Setzung an der Geschichte der Spinnweberei und an den Industriegebäuden entlang der Bahngleise. Zwischen den Schollen entsteht ein vielseitiger öffentlicher Außenraum, der Arbeiten im Freien, Begegnung und Aufenthalt miteinander verbindet. Im Norden bildet die Bebauung ein stabiles Rückgrat zu den Gleisen, während sie sich nach Süden zur kleinteiligen Nachbarschaft stärker perforiert.
Nutzung & Typologie
Alle Baufelder verbinden unterschiedliche Nutzungen und Typologien. Wohnen, Werkstatt, Atelier, Studio, Büro, urbane Produktion, Dienstleistung, Freizeit und gemeinschaftliche Angebote werden horizontal, vertikal und diagonal miteinander verschränkt. So entsteht eine robuste urbane Dichte mit Spielraum für veränderliche Bedürfnisse.
Freiraum & Mobilität
Der zentrale Entree-Platz mit Bushaltestelle sucht die Bezüge in die Umgebung und stellt sie neu her. Die vorgeschlagene Fahrrad- und Fußwegbrücke über die Gleise kann die Verbindung zum Bahnhof und zu den nördlichen Stadträumen weiter stärken. Unterschiedliche Freiräume schaffen Orte für Gemeinschaft, produktive Nachbarschaft und Rückzug.
Nachhaltigkeit
Das Quartier folgt einem einfachen Baukastenprinzip, mit dem Qualität, Effizienz und Experiment individuell gesteuert werden können. Natürliche Materialien, erneuerbare Energiesysteme, anpassungsfähige Strukturen und ein nachhaltiges Mobilitätskonzept prägen Planung, Umsetzung, Unterhalt und spätere Wandlung des Quartiers.